Frage: Was ist deine größte Angst, wenn du daran denkst, dass du in Verbindung mit dir selbst kommst?

25. November 2019

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Jede Woche bin ich dankbar, wenn ich die Antworten der LerserInnen meines Newsletters Brief von Felix lese. Vergangene Woche drehte sich meine Frage um diese ganz bestimmte Angst, die viele davor haben, mit sich und ihrem wahren Selbst in Kontakt zu kommen.

Über Deine eigenen Gedanken und Gefühle würde ich mich in den Kommentaren sehr freuen.

Hallo Lieber Felix,

das ist gerade ein großes Thema bei mir.

Mittlerweile habe ich sehr großen gefallen am meditieren gefunden, um mich tiefer mit mir zu Verbinden. Nicht nur, um abzuschalten und runter zu kommen, sondern um auch zu spüren was ich eigentlich möchte. Was macht mich glücklich und was will ich wirklich in diesem Leben. Die Antwort, die mir mein Herz auf diese Fragen gibt, machen mir manchmal Angst. Angst, weil es nicht immer das ist was ich hören wollte. Ich denke mir dann immer, dass kann es doch nicht sein. Soll das wirklich meine Antwort sein? Kann ich darauf vertrauen? Muss denn zum Beispiel der Weg zur eigenen Berufung nicht immer Spaß machen und mit Leichtigkeit verbunden sein? Aber die Antwort darauf erweckt unangenehme Gefühle in mir, weil ich dafür Ängste überwinden müsste, wie zum Beispiel, mich zu zeigen und zu öffnen, vor allem bei fremden Menschen fällt mir das sehr schwer. Doch ich habe Angst dabei verletzt zu werden und angst davor, was diese Menschen über mich denken könnten und mich verurteilen. Ich möchte nicht, dass die ganzen alten negativen Gefühle wieder in mir hochkommen, die ich noch zu gut aus Schulzeiten kenne oder auch innerhalb der Familie. Nicht gut genug zu sein, gehänselt zu werden und belächelt, einfach nicht ernst genommen zu werden. Oder auch die Angst vor dem Scheitern. Mittlerweile bin ich überzeugt, dass es nicht immer einfach sein muss, wenn man seinen Herzensweg gehen möchte. Denn, wenn ich etwas erreichen und mich weiterentwickeln möchte, heißt es auch, dass ich halt manchmal auch meine Komfortzone verlassen muss und Dinge tun, die im ersten Augenblick erstmal nicht so angenehm sind.  Dadurch entsteht ein innerer Konflikt in mir, der mir oft keine Ruhe lässt. Mein Herz sagt, los mach es, trau dich, ich bin bereit und mein Verstand sagt mir, lass es bloß sein, dass wird schief gehen.

Liebe Grüße

 Lieber Felix Herzlichen Dank für Deine immer wieder sehr inspirierenden Briefe:-). Denjenigen von gestern habe ich in der kurzen Mittagspause zu Hause am Computer nur schnell überflogen. Dann gings wieder zur Arbeit und am Abend habe ich mich nach zwei strengen und kopflastigen Wochen einfach mal wieder vor den Fernsehrer gesetzt (ich schaue nur noch selten TV). Danach ging ich um ca. 23 Uhr ins Bett. Zuerst habe ich aber noch mein Dankbarkeitsbüchlein aufgeschlagen und wie seit ca. 1 Monat drei Dinge aufgeschrieben, für welche ich heute dankbar bin. Danach bin ich müde aber zufrieden ins Bett gesunken. Seit der Offenbarung dreht es immer mal wieder ganz heftig in meinem Kopf, so dann auch wieder gestern abend im Bett. Unter anderem hat mich Deine gestellte Frage „Was ist deine größte Angst, wenn du daran denkst in tiefe Verbindung mit dir selbst zu kommen?“ nicht mehr losgelassen. So bin ich dann gegen halb vier in der Nacht aufgestanden und habe meine Gedanken dazu zu Papier gebracht, et voilà: Meine grösste Angst wäre, dass ich wieder von einem lieben Menschen verlassen werden könnte. Ich möchte aber nicht mehr verlassen werden!
Wie komme ich zu dieser Angst? Wenn ich in tiefe Verbindung mit mir komme, würde ich mich wieder (körperlich) spüren, ich würde wieder gut auf mich achten, wäre ehrlicher zu mir (was tut mir wirklich gut), würde meine Bedürfnisse spüren und dies hätte Einfluss auf meine Gesundheit, Ausstrahlung und Lebensfreude. Dadurch würde ich mich vermehrt wieder gegenüber anderen Menschen öffnen, wäre unternehmenslustiger, könnte wieder jemanden näher an mich heranlassen, würde meinen in den letzten Jahren zugelegten Schutzpanzer ablegen aber dadurch eben auch wieder verletzlicher und verletzbar werden und könnte wieder verlassen werden. Ich kann mir auch schon vorstellen, was Du mir antworten würdest, nämlich das gleiche oder ähnliche, dass ich meinen Liebsten oder einem guten Freund in dieser Situtation auch antworten würde: „Du hast die Vorteile bereits aufgelistet, wenn Du in tiefe Verbindung mit Dir gehst, nämlich:
– Du bist ehrlich zu Dir.- Du stehst zu Dir und zwar so, wie Du genau jetzt bist.- Du hörst auf Dich und Deinen Körper, weil Du es Dir wert bist, weil Du wichtig bist, weil Du Dir die Zeit für Dich nimmst.- Du spürst Deine Bedürfnisse.- Du tust Gutes für Deine Ausstrahlung, Gesundheit und Lebensfreude.- Du kannst neue, herzensgute Menschen kennen lernen.

Das sind doch so viele Punkte, die das Leben lebenswerter machen, oder?“ Aber was würde ich zum Punkt “ ich könnte wieder verletztlicher werden und könnte verlassen werden“ sagen? Ich weiss es eben gerade nicht. Ich weiss, ich bin seit der Offenbarung wieder auf dem Weg, mich mit mir tiefer zu verbinden. Ich habe seither schon so einiges aufgearbeitet, aber das kostet eben auch viel Energie. Manchmal gelingt es mir besser, mich mit mir zu verbinden, manchmal eben weniger. Letzthin gab es grad eine Situation, wo ich dachte: ja, ja, geht doch alle, verlasst mich alle. Doch dann kam ich wieder zu mir und sagte mir: und wenn, ich bin nicht alleine, ich habe ja mich!

Und wenn ich dies jetzt schreibe, wird mir auch wieder bewusst, dass ich einige ganz liebe Herzensmenschen bereits um mich herum habe und dass ich (unter anderem durch die Offenbarung) ganz herzliche neue Menschen kennen lernen durfte. Dafür bin ich unendlich dankbar! In diesem Sinn bin ich selber gespannt, wie mein Weg weitergehen wird:-).Hallo lieber Felix, seit der Offenbarung und 1:1 habe ich keine Angst mehr in tiefe Verbindung mit mir selbst zu kommen, denn ich kann gerade jedes Gefühl was auftaucht annehmen und den nötigen Raum geben.Wenn ich mir bewusst mache, dass mein Herz immer für mich da ist, mich nie verurteilt und mich bewertet, kann ich jetzt auch das letzte Prozent meines Misstrauens mir selbst gegenüber loslassen.Jeder Tag in liebevoller Verbindung mit mir selbst ist ein Geschenk, was ich schätzen lernen durfte.Ich danke meinem ♡ und ich danke dir von ♡, für dein wertvolles sein !  

Herzliche Grüße
 

HI Felix,  Es klingt bescheuert und wenn ich es geschrieben sehe, noch mehr – wenn ich in tiefer Verbindung mit mir selbst bin könnte ich feststellen, dass ich großartig und wunderbar bin. Dass ich all die Jahre meines Lebens vergebens versucht habe mich schlecht zu machen – am Ende bin ich wundervoll geblieben. 

Ich könnte ein Gefühl von Zeitverschwendung bekommen – was habe ich die letzten 20 Jahre nur damit verbracht an mir rum-zu-optimieren. Aussehen, Bildung, Beziehungen – ich habe schon noch immer was gefunden, in dem ich besser sein muss. Je mehr ich in Verbindung zu mir stehe – und auch dank dir –  weiß ich immer öfters – ich bin perfekt so wie ich bin und wenn ich mich traue es zu sehen und sogar zu zeigen, erhalte ich das zurück, wonach ich die letzten 20 Jahre getrachtet habe – Anerkennung.

Hallo Felix,

Die Angst oder Das „Problem“ daran wenn ich in Verbindung mit mir bin ist, dass Mechanismen wie Verdrängung , Wegsehen, Schönreden oder Wegdiskutieren nicht mehr funktionieren. Es ist einfach was ist. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb gehe ich in Verbindung mit mir selbst. Denn da ist auch Schönes oder Angenehmes für mich dabei. Manches ist allerdings für mich nicht so leicht auszuhalten. Besonders wenn etwas ist, was nicht in meinen Plan passt. Oder in das Wertesystem in dem ich aufgewachsen bin. Mittlerweile kann ich mehr und mehr von dem annehmen, was ist. Mit jedem Mal wird es ein klitzekleines Bisschen leichter. Was ich mit der Erkenntnis dann mache steht auf einem anderen Blatt.
 

Moin lieber Felix,


bei mir sind es zwei Ängste die mich beschäftigen, wenn ich daran denke in tiefe Verbindung mit mir zu kommen. Ich kann gar nicht sagen, welche von beiden größer ist, weil sich die eine auf den Weg dorthin bezieht und die andere auf das Ergebnis.

Ich habe in den letzten 2 Jahren viel gelesen. Über Ernährung, Glaubenssätze, Ziele und besonders über darüber, dass Veränderung im Kopf beginnt. Dabei wurde ich auch immer wieder mit den Thema „Verbindung zu mir“ konfrontiert und mit der Erkenntnis, dass das zu einem leichten, zufriedenen und selbstbewussten (ein sehr schönes Wort) Leben führen kann.

Und genau das möchte ich, das ist mein Ziel ein leichtes, glückliches und entspanntes Leben.

 Jetzt kenne ich mein Ziel, weiß aber nicht, wie ich dahin komme. Ich habe Informationen gesucht doch ich weiß einfach nicht, wie der Weg zu diesem Ziel aussehen kann. Wie finde ich mich und woher weiß ich überhaupt, dass ich in tiefer Verbindung mit mir bin? Woher weiß ich, dass ich wirklich mich gefunden habe und nicht wieder eine Schauspielerin im Theater des Lebens? Ich habe Angst, diesen Weg nie zu finden.

 Aber vielleicht hindert mich auch meine zweite Angst unterbewusst daran, diesen Weg zu finden. Denn einerseits möchte ich mich finden und wissen wer ich bin. Doch andererseits habe ich Angst davor, dass ich den Menschen den ich dort finde nicht mag und er unsympathisch ist. Was ist wenn ich negative Charaktereigenschaften finde, die durch Erziehung und Glaubenssätze unterdrückt werden? Was ist, wenn ich dann nicht mehr in die Gesellschaft passe?

 Der Gedanke bringt mich zu unserem letzten Treffen. Bei dem habe ich mit dir über meinen Perfektionismus gesprochen und das ich das Gefühl habe immer perfekt sein zu müssen. Du hast mir eine neue Sichtweise und ein anderes Wort gegeben: „Erwartung“. Seit dem versuche ich nicht mehr die Erwartungen zu erfüllen, von denen ICH glaubte, dass andere Menschen von mir haben. Ich kann mich jetzt viel besser auf mein Gegenüber konzentrieren und bin nicht ständig mit mir und meinem Verhalten beschäftigt. Wenn ich andere Menschen treffe bin ich zumeist entspannter und das gefällt mir gut.

 Mir ist bewusst, dass ich ein befriedigendes Leben habe, ohne große Sorgen und Nöte, aber ich möchte mehr. Ich möchte ein sehr gutes Leben – Mein sehr gutes Leben. Ist das egoistisch ? – Vielleicht. – Aber ich habe nur dieses eine Leben!

 Deshalb werde ich meinen Weg weiter gehen, denn ich habe schon eine schöne Strecke hinter mir – und ich hoffe, dass ich auch den weiteren Weg finden werde.

Artikelbild: Allie Smith auf Unsplash

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